Category "Technophil"

In the heavens

Mittwoch, das Telefon klingelt und eine halbe Stunde später sitze ich mit Pizza, Bier und lieber Person in Gesprächen vertieft in nahe liegender Parkfläche. In kurzer Gedankenpause gucke ich in den Himmel – das ist in Berlin eher langweilig, da durch viel zu viel Lichtverschmutzung nur wenig Sterne zu sehen sind. Manchmal hat man aber Glück und es passiert was tolles. Es fliegt was vorbei.

Die Internationale Raumstation ISS umrundet in ~400km Höhe die Erde alle 90 min. Dabei zieht sie immer ein bisschen weiter nach Osten. Aufgrund der großen Fläche an Solarpanelen, reflektiert die ISS sehr viel Sonnenlicht und ist daher auffällig hell am Himmel zu erkennen und merklich schneller als ein normales Flugzeug. Ein Überflug dauert etwa 5-6 min und wenn man es einmal gesehen hat, erkennt man es immer wieder. Neben der ISS gibt es noch Iridium Flares. Iridium ist eine Serie von Satelliten, die ebenfalls stark reflektieren, aber aufgrund ihrer Bahn meist nur ein kurzes Aufleuchten von ~30sek darstellen. Sie können genauso hell werden wie die ISS sein, erscheinen plötzlich am Himmel, ziehen kurz und hell über diesen und verschwinden wieder plötzlich. Ein ganz eigenes Schauspiel. Daneben gibt es noch mehrere tausende andere Satelliten, die aufgrund ihrer Größe, jedoch nicht hell genug zu sehen sind. An klaren Nächten auf dem Land ist die Chance in den Himmel zu gucken und etwas extraterrestrisches am Himmel vorbei ziehen zu sehen sehr hoch. In der Stadt quasi null. Berlin bietet nur ISS oder Iridium Flares und die muss man genau abpassen.

Let’s do some science, let’s spoil some magic. Das Coole, aus den Bahnen der ISS, der Iridiums, Erdposition, Sonnenposition, Ort und Zeit auf der Erde kann man vor bestimmen, wann und wo die ISS oder ein Iridium Flare zu sehen ist. Dafür gibt es Hilfsmittel, mein liebstes ist die App ISS Navigator. Sie zeigt für die folgenden 10 Tage eine Vorschau an überflügen, inklusive prognostizierter Bahn und Helligkeit. Das ist eine kleine feine App, mit der man überall auf er Welt, egal ob in Berlin oder auf Reisen Menschen eine kleine Freunde machen kann, weil – verdammt, ISS, it’s space! Wann hat man schon die Chance mal persönliche Erfahrungen aufzubauen und die Vorstellung, dass dieser kleine wandernde leuchtende Punkt von uns Menschen dort hingeworfen wurde und oben gerade 6 Mensch über uns fliegen, hat fast schon etwas romantisches.
Die ISS hab ich inzwischen so oft gesehen, ich erkenn sie auch betrunken wieder, zeige in den Himmel und freu mich nen Ast.

Mittwoch war seltsam.
Was aussah wie die ISS, passte nicht. Meine App, zeigte keinen Überflug an, die Flugbahn wirkte zu stark Süd-Nord als sonst Nordwest-Südost um diese Zeit. Ebenso für einen Iridium Flare, der erst eine gute Stunde später hätte kommen sollen. Unsicher ob ISS, oder was anderes spannendes, genossen wir einfach den Augenblick.

Am nächsten Tag ließ es mich aber nicht in Ruhe und ich begann die Suche.
Ein Paar Fakten am Rande. Es geht um einen Park in Berlin am 4. Juni 2014, 22:33, Blick Ost-Südost.
Ich fragte etwas rum und bekam einige gute Seiten empfohlen.
Eigentlich hätte mit Heavens-Above schluss sein können, da hier bereits der Überflug für den 4. Juni gelistet ist.
Egal ich suchte weiter Bestätigung. Lange gespielt habe ich mit In-The-Sky, wo man sehr schön Ort und Zeit einstellen und die Bewegung der Objekte am Himmel simulieren kann. Leider nur mit einer Auflösung von einem Schritt pro Minute, was bei 4 Minuten Überflug etwas ungenau ist. Und man kann nur maximal 4 Tage zurück. Aber auch hier wird klar, ja es war die ISS, die wir gesehen haben.

Und noch etwas, was wir hätten sehen können – an dieser Stelle möchte ich noch einmal die Berliner Lichtverschmutzung anprangern (#faustwedel) – zu der Zeit war noch eine Soyus-Kapsel im Parallelflug mit der ISS. Leider ist die verglichen mit dem Fussballfeld der ISS sehr klein und leuchtschwach und war daher nicht durch die Berliner Lichtglocke zu sehen. Sehr schade!

ISS gucken mit Freunden ist bestes ISS-gucken.

Endoskop

Hinter meiner Spüle trat Wasser aus.
Da, das dahin klettern eher beschwerlich ist und ich mir einen Blick der Lage vorab verschaffen wollte hab ich einige Geräte zusammengeschaltet, was in einem Living-the-future-Moment mündete.

Ich hab einen Google-Hangout-Videochat auf dem Rechner angeworfen und mein Nexus7-Tablet und mein Nexus-Phone eingeladen. Das Phone wurde der Kamerakopf, auf dem Tablet konnte ich bequem das Videobild verfolgen.
Out of body experience!

Google Hangout lief, aber es war nicht wirklich flüssig genug. Ich machte mich daher auf die Suche nach Kamera-Streaming-Lösungen, die im lokalen Netzwerk bleiben und damit weniger Bandbreite-Probleme haben.
Es gibt einige Kamera-Streaming Apps, die die ich getestet habe, waren leider keine große Verbesserung, der Feed hat teils zu große Delays und den Videostream dann nicht nur auf dem Rechner, sondern auch auf dem Tablet flüssig zu bekommen, war nicht so einfach wie mal eben Hangout anzuwerfen. Schon ne geile Software!

Wenn ich jetzt mein Smartphone am Stück verschlucke und der WLAN-Empfang gut genug ist könnte ich es als Endoskop benutzen. 8)

Und an der Spüle war nur eine Schraube fest zu drehen.

Fahrstuhlachterbahn

Neulich bin ich das erste Mal Paternoster gefahren.

Das kam eher spontan, nachdem ich erfuhr, dass in einem der Nebengebäude meiner Hochschule ein solcher ist. Rüber, gesucht und sofort ohne zu zögern rein gegangen. Drin stand ich dann so, kicherte in mich rein, als wenn ich in der Achterbahn säße und auf dem Weg nach oben wäre. Es ging nach oben. Viele haben ja schon spekuliert, was am oberen/unteren Ende eines Paternosters passiert, ich aber kann euch nun die Wahrheit™ erzählen, wenn ihr denn instantane Desintegration und Rematerialisierung ertragen würdet. Daher lasst mich von einem anderen Fnord erzählen. Auf dem Weg nach oben hing zwischen der vorletzten und letzten Etage ein Warnschild. Klassisch rot auf weiß in bedrohlich aussehenden Lettern.

 Achtung, letzte Möglichkeit auszusteigen! Weiterfahrt ungefährlich!

Ein gefährlich aussehendes Schild, dass dir gleichzeitig rät jetzt sofort auszusteigen und gleichzeitig beschwichtigt, dir keine Sorgen zu machen und weiter zu fahren. Du weißt nicht welcher Aussage du vertrauen solltest und du hast eine Sekunde Zeit ehe das Fenster zum Ausstieg weg ist und du mit deiner Entscheidung einem dubiosen zweideutigen Schild zu vertrauen leben musst.
Ich wagte es, naja und den Rest der Geschichte erwähnte ich ja schon… Desintegration, Remateralisierung etc

Kurz um, ein schöner diskordischer Ansatz. Und wenn ich das nächste Mal Achterbahn fahre suche ich an der höchsten Stelle nach dem Schild:

Kann Spuren von Schwerkraft enthalten.

FutureMe

Wenn ich über das Jahr Dinge finde, die ich mir merken will weil ich sie lustig finde und denke “hach das is was für den Dezember!” dann schreib ich mir über FutureMe.org gerne selber eMails in die Zukunft. Dabei kamen bisher 2 Probleme zum tragen.

1. Dieses Mistinternet ist nicht verlässlich und viele Links gehen schon ein halbes Jahr später nicht mehr. Von Youtube will ich gar nicht reden…

2. Ich versteh mein Ich in der Vergangenheit nicht. Dessen Humor muss ja abartig und seltsam sein, wenn ich mir so angucke, was der mir so schickt…

Dies zeigt schon im Kleinen warum Zeitreisen eine schlechte Idee sind.

Aber manchmal schickt er mir auch gutes Zeug: Frohe Weihnacht

Multiple Rubies on one server

I had the ‘joy’ of upgrading to Rails3 recently. The Rails application wasn’t the problem, but making it work alongside another Rails 2.3 application on my server was tough and gave me many headaches. Having multiple ruby- and rails versions proofed to be tricky. There is documentation, but I just couldn’t get my head around it, so I just want to sum up some of my pitfalls and give pointers.

Few words about my setup. I have a Debian server running apache2 with Passenger 3. My system Ruby is 1.8 and my goal was to have one application run on Ruby 1.8.2 (and Rails 2.3) and one on 1.9.2 (and Rails 3.0)

RVM

Ruby Version Management is cool for development and also nice for running multiple environments of Ruby. In my case one with the old Ruby 1.8.7 and a new one for Ruby 1.9.2. You can use rvm on your server, however it does not work as smooth with Passenger as you’d hope. RVM has some very good documentation, but the bit about Passenger failed to tell me what I need. In essence my misconception was, that you’d tell the system-wide Passenger configured in apache to switch to the rvm gemset. It tries to do this, but fails, as it’s still executed by the system-ruby-binary, not the ruby-binary within the rvm set. This means, you have just one rvm gemset from which you can run your app via Passenger within apache. For more Rails applications with different rvm gemset, you need to start them as Passenger Standalone and add them as ProxyPass in the apache2 virtualhosts. This is well described in the Phusion Passenger blog and untangled the knot in my brain!

ProxyPass

So I set up my Rails app as Passenger standalone as described in the article above. I used RAILS_ENV=production to pass the correct environment:

I got a few apache errors as my ProxyPass was not configured correctly. Nothing a good search engine and a look at /var/log/apache2/error.log couldn’t help.

With one exception. My resources, stylesheets, pictures weren’t loaded. The log gave this message:

proxy: DNS lookup failure for: localhost:3000stylesheets returned by /stylesheets/screen.css

This one was nasty, and there weren’t many helpful answers on the net, probably because the solution is so simple when you know whats wrong. My hint: It’s a missing / in the virtualhosts config of the ProxyPass.

Die MSISDN

In der Informatik und besonders wenn es um Datenschutz geht versuche ich mit offenen Ohren durch die Welt zu gehen. Die technischen Möglichkeiten heutzutage Benutzerdaten auszuwerten sind leicht zu unterschätzen und das Missbrauchspotential schnell erschütternd. Gerade spezielle, technische Lösungen zeigen, einfach Erhebung, Auswertung, Weitergabe und Remix der Daten ist.

Ich arbeite seit einigen Monaten in einer Firma in der ich mich mit Web-Entwicklung für Mobiltelefone beschäftige. Dabei konnte ich lernen was die MSIDSN ist. Da ich im Zuge einiger Webrecherche wenig zu dem Thema fand will ich hier kurz was dazu schreiben. Dank an dieser Stelle an Leo, durch seine Reccherche noch gut weiterhelfen konnte.

Konkret wurde ich kürzlich vor die Aufgabe gestellt für einen mobiles Webkatalog Möglichkeiten zu recherchieren, wie von einem mobilen Webseitenbesucher die Handy-Nummer ausgelesen werden kann. Dies sollte den Registrierprozess für das Portal auf Handys vereinfachen. Eigentlich sollte man sich hier schon an den Kopf fassen, dass überhaupt die Möglichkeit in Betracht gezogen wird automatisiert diese Verkehrsdaten abzufragen. Ich meine man stelle es sich vor, man schaltet eine einfache Webseite und von jedem Besucher der sie über ein Mobiltelefon besucht wird die Mobilfunknummer in einer Datenbank gesammelt. Zwar nicht identifiert und signiert, aber immerhin echt und korrekt. Perfekt um sie einfach mal an Werbespammer weiter zuleiten.
Ich war nicht sehr begeistert auf die Aussicht so eine Technik – so vorhanden – zu benutzen, begann aber meine Recherche.

Das Stichwort unter dem das ganze läuft ist “MSISDN”, der Mobile Station ISDN Number.
Jeder mobile Besucher, der eine Webseite laden will, sendet vom Browser einen HTTP-Request ab, der beschreibt, welche Webseite vom Server zurück geliefert werden soll. Kurz gesagt geht es bei der MSISDN nun darum diesen HTTP-Request des mobilen Browsers zu analysieren und zu gucken, ob die MSISDN im Request mitgegeben wird. Die MSIDSN wird nicht vom Browser in den Request geschrieben, der weiß selber nicht auf welchem Gerät, mit welcher Nummer er ist. Die MSIDSN wird auf dem Weg zu Server vom Provider eingefügt. Der vom Browser abgesetzte Request wird über ein Mobilfunkprotokoll (UMTS/3G, GRPS etc) übertragen und vom Mobilfunkprovider über Gateways ins Internet geleitet. An diesen Gateways wird die MSISDN-Nummer zugeordnet, von der der Request abgesetzt wurde.
Auf Serverseite kann der HTTP-Request einfach ausgewertet und die darin enthaltenen Daten (ie die Handynummer) gelesen werden. Hier ist die einzige Frage unter welchem Schlüsselwort die MSIDSN zu finden ist. Dies kann sich je nach Provider unterscheiden, in den Yellow-Pages für mobile HTTP-Requests kann man dies jedoch nachschlagen.

Also prinzipiell gibt es diese Technik und es ist sehr verwunderlich, dass sie außerhalb von Mobiltechnologiekreisen nicht weiter bekannt ist.
Die gute Nachricht ist, dass zumindest in Deutschland die Provider die MSISDN nicht mitschicken. Das oben beschriebene Szenario des automatischen Auslesens ist also zunächst nicht möglich.
Die schlechte Nachricht ist, dass die Technik trotzdem existiert und vorallem, dass Provider Zugriff auf diese Daten vermarkten.

Ich könnte nun als beliebter Handy-Abo-Verramscher an die Mobilfunkprovider herantreten, mit Geld wedeln und meine Webseite für die weitergabe der MSISDN freischalten lassen. Ich würde damit von allen Besuchern, die über diesen Provider kommen die Handynummer an meinem Portal geschickt bekommen und schön mitspeichern können.

Dies alles natürlich ohne, dass der Nutzer etwas davon mitbekommt und ohne, dass er es abschalten kann.
Schöne neue Mobilfunkwelt.

Das tägliche Was-zur-Hölle

Fluchen geht einfach nicht so schön auf deutsch.
TheDailyWTF ist ein Blog, das täglich die schlimmsten Programmierergeschichten erzählt. Geschichten die unsereins die Nackenhaare aufrichten und die wir alle in der einen oder anderen Form schon erlebt haben.

Sehr schön finde ich die Kategorie CodeSOD, die Quellextschnipsel präsentiert, die grottenschlecht bis fremdschämidiotisch sind. Kürzlich hab ich einen solchen Schnipsel eingeschickt, den ich in einer Bildkonvertierungsbibliothek gefunden habe. Es ging darum, dass die Funktion einem zurückgeben soll, ob der Wert x eine Potenz von 2 ist.

/*
=============
checkSizeMake sure its a power of 2.
=============
*/
int checkSize(int x) {
if (x == 2 || x == 4 || x == 8 || x == 16 || x == 32 || x == 64 || x == 128 || x == 256 || x == 512)
return 1;
else
return 0;
}Den Schnipsel hab ich im Februar bei TheDailyWTF eingeschickt und wie ich gerade feststelle wurde er letzte Woche gepostet. Yeah! :)

Re: Was ist weiß?

Dies ist eine Antwort auf Mediocres Frage: Was ist weiß?

Um das zubeantworten muss man sich einige Dinge klar machen. Weiß ist per se keine Farbe, sondern man kann es in einen Farbanteil(Chrominanz) und einen Helligkeitsanteil(Luminanz) aufteilen. Mit diesen beiden Werten kannst du zunächst mal jede Farbe in einem bestimmten Farbraum beschreiben (Achtung, nicht jede Farbe). Weiß ist hierin der Punkt mit höchster Luminanz und gar keiner Chrominanz.
Dies Definiert allerdings nicht WELCHES weiß das ist. Die Luminanz ist in den Farbsystemen nicht definiert. Praktisch kann man sich das so denken: weiß auf einem dunklen Bildschirm ist bekanntlich trotzdem ein anderes weiß als auf einem Hellen.

Was für unsere weitere Betrachtung relevant ist, ist die Beleuchtungsstärke Lux (lässt sich für Fotografen auch in Lumen umrechnen). Die Beleuchtungsstärke beschreibt die Helligkeit des Lichtemitters. Das heißt für unser weiß ist relevant, wie hell die Lichtquelle ist.

Fotografien sind hierbei nicht zu gebrauchen zum finden von weiß in der Realität zu gebrauchen. In der Fotografie wird eine Fläche lichtempfindlichen Materials für einen kurzen Moment dem eindringenden Licht der Linse ausgesetzt. In der Digitalfotografie funktioniert das über CCD-Lichtsensoren. Alleine die Menge an Licht, die dabei aufgefangen wird bestimmt die Helligkeit des Bildes und damit auch die Menge an weiß. Wichtig ist dabei auch die Belichtungszeit, die angibt, wie lange Licht auf dem Träger gesammelt werden soll, ehe sich die Lucke wieder schließt. Schon aus den zwei Gründen, kann man bei Bildern nicht von einer Objektiven Darstellung der Realtität ausgehen.

Dazu kommt, dass technische Geräte größere Limitierungen haben als wir Menschen. Um, dass kurz zu erläutern gehe ich kurz in die Audiotechnik. Ein Mikrofon ist für eine bestimmte Anzahl an Frequenzen und Lautstärken ausgelegt. Wenn du versuchst in ein nicht dafür gemachtest Mikro zu schreien, dann wird das aufgenommene Resultat schrecklich klingen. Was eigentlich passiert ist, dass das aufgenommene Signal in den gegebenen Wertebereich gedrückt und an den Spitzen abgeschnitten wird. Um mal wahrlos Zahlen zu benutzen. Wenn du mit 25 schreist, aber dein Mikro nur 10 kann, dann wird auch der Wert nur 10 haben. In der Fotografie ist es das gleiche, so das bei zuviel Licht das Bild überbelichtet ist und du keine Werte mehr drauß nehmen kannst. Und letztlich, wenn du das geschossene Bild dann auf dem Rechner oder ausgedruckt auf Papier anguckst, dann gibts noch das Problem, dass auch jedes Ausgabe gerät einen eigenen Farbraum hat und damit nicht alle existierenden Farben darstellen kann.

Für den Menschen ist eine andere Betrachtung wichtig. Wir haben die Möglichkeit einen weitaus größeren Helligkeitsbereich wahrzunehmen als die gemeine Kamera. Unsere Iris kann jederzeit die Helligkeit so regulieren, dass wir perfekte Sicht haben und nichts überbelichtet ist. Was für unsere weiß-wahrnehmung noch eine Bedeutung hat ist unser enormes Kontrast vermögen. Je stärker ein Weiß im Kontrast zu einer anderen Farbe steht umso heller/dunkler werden beide Farben wahrgenommen.

Um Kameras mit besseren Lichteigenschaften zu bekommen, die näher an unser sehen herankommen wurde HDR entwickelt. High-Dynamic-Range beschreibt eine Aufnahmetechnik samt Bildformat, um Bilder mit höheren Kontrasten und besserer Farbdarstellung zu erreichen.

Nun bleibt die Frage “Was ist denn nun das Weißeste?” Und die richtige Antwort ist: Kommt drauf an. Es geht immer noch heller, wenn du nur die Lichtquelle heller machst, damit gibt es keine Obergrenze, höchstens eine der Toleranz, weil helle Lichtquellen in den Augen wehtun. Wie können wir aber dann etwas möglichst weißes herausfinden? Wenn es doch bloß eine Einheit gäbe um die Grad der diffusen Helligkeitsreflektion einer Oberfläche zu bestimmen. Man könnte sie Albedo nennen und damit feststellen, dass frischer Schnee mit dem größten Rückstrahlvermögen ist und damit die beste Chance bietet einem das weißeste Weiß zu geben. Darum tragen Skifahrer auch Sonnenbrillen im Winter, nicht ausschließlich weil sie cool sein wollen.

Man merkt, bei Farben ist vieles relativ und eigentlich isses ein wunder, dass wir uns drauf einigen können das Pflanzen grün sind.

Alles so einfach

Achtung, technisch!

Hmpf, da sucht man ne halbe Stunde nach nem einfachen Beispiel wie man in Ruby-on-Rails Slide-Effekte mit JavaScript hinkriegt und findet nur komplizierte Low-Level-Erklärungen und Erläuterung warum Ajax in Rails so geil sei, in die länge gezerrt auf 5 Seiten und ohne eine helfende Zeile Code.

Das prangere ich an! So geht das:

Ins Layout der View der Rails-Seite füge ich die Standard Prototype-Bibliotheken ein, die mit Rails mitkommen.

<% = javascript_include_tag :defaults %>

Mittels Rails-Helper erzeuge ich mir einen Link der die toggle_slide Methode, die in Prototype definiert ist aufruft und auf die div#container anwendet.

<?= link_to_function "Slide me", visual_effect(:toggle_slide, "container", :duration => 0.5) ?>
<div id="container">mein slidender Inhalt</div>

Das wars schon. Mensch is das so schwer, das so einfach zu schreiben. Nungut, mehr Beispiele und weitaus detailierter gibts im Introduction to AJAX in Ruby on Rails with Prototype, Script.aculo.us

Selbstexperiment

Seit knapp 2 Monaten bin ich bei einem Selbstexperiment anderer Art. Eins das auch dieses Blog betrifft: ich twitter.

Ich hab die längste Zeit nicht verstanden wie das geht. Rein technisch betrachtet natürlich einfach: Du hast ein Feld mit 140 Zeichen und schreibst rein. Leute die dir folgen bekommen diese Nachricht zu sehen und wenn du andere leute folgst, dann bekommst du in Echtzeit die Nachrichten, die sie schreiben. In der Theorie einfach, allerdings ist hinter dem Phänomen mehr, besonders in hinsicht auf die Gesellschaftliche Selbstorganisation im System. Twitter ist eigentlich nur ein Dienst ohne Zweck. Der Zweck, der Sinn und die Art und Weise wie man es benutzen kann hat sich komplett in der Gemeinschaft entwickelt und entwickelt sich fortwährend weiter. Ich wollte gerne verstehen wie das läuft, weil ich den Eindruck bekam von draußen sieht man nichts.

Nach draußen hin siehst du nur einen Microblog, eine Liste eines Nutzers. Viele Einträge sind in sich abgeschlossen, die kann man verstehen, jedoch fehlt bei den meisten der Kontext und noch schlimmer, du siehst praktisch nur eine Hälfte einer angehenden Unterhaltung des Schreibers mit seinem Netzwerk. Erst in dem Moment wo man sich registriert, jemanden folgt und damit teil dieses Netzwerks wird began ich zu begreifen wie diese Kommunikation funktioniert. Man bekommt sofort mit wenn etwas geschrieben wird und kann drauf antworten. Je nach Leuten, die man verfolgt kann man mitverfolgen wie Nachrichten wandern. Auf einmal erschließt sich der Kontext und die kurzen Informationshäppchen machen sinn.

Ich hatte etwas erwartet, von fremden unwichtigen Nachrichten erschlagen zu werden. Defakto wirds man aber nicht, weil man selber Einfluss drauf hat, wen man folgt und wievielen. Dabei wählt man natürlich entweder Leute, bei denen man meint, dass sie etwas zu sagen haben, Menschen mit ähnlichen Weltanschauungen, oder auch gern mal ganz anderen. Dadurch das man diese selber wählt kann man auch regulieren mit wievielen Nachrichten man konfrontiert werden möchte. Mit dem richtigen Twitter-Programm ist einer Nachricht ein kurzes Einblenden in der Ecke des Bildschirms. 140 Zeichen sind schnell überflogen und innerhalb einer Sekunden entscheidet sich schon die Relevanz der Nachricht und im Zweifelsfall ist sie weg und man kann weitermachen wo auch immer man war. Ich empfinde es nicht als Störung.

Zum Sozialen aspekt. Dadurch, dass man selber leuten folgt, gleichzeitig Leute hat, die einen selbst folgen ergeben sich zwei Netzwerke. Anders als bei Social-Networks liegt der Fokus aber anders. Man folgt nicht jemandem, weil man ihn kennt (ok, vielleicht auch), sondern weil er relevant erscheint. Wenn man bloß Leute folgt, die man Persönlich kennt, dann wird das Netzwerk sehr homogen und entweder belanglos und langweilig oder sehr repetitiv. Spannder ist es quer Vernetzungen zu finden zu Leuten mit den gleichen oder auch anderen Hobbies, Einstellungen, was auch immer. Dies hilft sehr auf neue Ideen, neue Texte gebracht zu werden, über die man sonst vielleicht nicht stolpern würde. Letztendlich geht es um eine Verbreitung von Ideen und Informationen. Einerseits als Rezipient, andererseits als Sender.

Ich bin 2 Monate dabei und habe 40 Follower, ich lege es nicht darauf an viele Leute als Gefolgschaft zu haben, auch wenn es durchaus noch Ziele gibt, die ich hätte. Man liest von Leuten, die Twitter als antwortende Wolke betrachten können. Hat man eine Frage, fragt man sein Netzwerk und kriegt eine Antwort. Dies erfordert viele Follower, aus sehr vielen verschiedenen Kreisen. Da bin ich noch nicht angekommen und das mag vielleicht noch dauern. Bis dahin geht mein Selbstexperiment weiter. In Echtzeit zu verfolgen.

Diverse Projekte

Heute, Kategorie “Projekte, die in irgendeiner Form eine Notiz verdienen”

Ich hab vor nem Jahr an einigen DDS-Utilities für Java geschrieben. Nen Jahr lang wusste ich nicht was ich mit denen anfangen soll, veröffentlichen? Waren aber noch nicht fertig. Ich hab se jetz Open Source gestellt und den Code kann man bei Github einsetzen und runterladen. Mehr dazu hab ich im Development Blog bei CTDP geschrieben. Fertige Versionen, die auch Menschen benutzen können, die nicht wissen wie ein Compiler geht kommen vielleicht demnächst. Hängt wie immer von der Zeit und der Anzahl der langweiligen Meetings/Vorlesungen ab.

Mein Praktikum bei Tudor in Luxemburg ist sogut wie rum. 4 Monate konnte ich an dem Projekt meiner ehemaligen Bachelor-Arbeit weiterarbeiten und die neue Version ist dieser Tage erschienen. Ebenfalls gilt man schaue ins entsprechendes Devblog.

Bei CTDP gibts eigentlich auch einiges zu erzählen, aber das zu geeigneter Stunde.

bzw &#7838; – in einigen Jahren wird an dieser Stelle kein Quadrat mehr sein. :)

Das Lese-Oktett #24

Politik

Verglichen mit dem Netz ist das Leben ein rechtsfreier Raum

Das Theater darf kein brechtfreier Raum sein!

Wissenschaft

7 Man-Made Substances that Laugh in the Face of Physics

Nasa: Moondust and duct tape

2D- Programming language

The Baloney Detection Kit: Entdecke die Pseudo-Wissenschaften

Study about the effectiveness of tinfoil-heads against radio signals: Überwacht die Paranoiden, es ist zu ihrem eigenen Besten!

Codename “Teddybär”: Langwellenradarsender unter Tempelhof vermutet. Würden Tinfoil-hats was bringen würde ich jetzt empfehlen sie aufzusetzen.

Sonstiges

Willkommen bei den Lumen: Immer wieder einhämmern…

Showbashing in Berlin

Amazing long exposure  pictures

Hollywood at war

Lasst euch nicht verarschen: Studiert doch was ihr wollt! Pro-Gesellschaftswissenschaften …

Informatiker – Potentielle Täter: Habt Angst vor mir!

Falscher Planet, Falsches Jahrtausend: Ein Informatiker reminisziert über 20 Jahre Interneterfahrung und den aktuellen Generationenkonflik

Video

Inside Ursula Hitler’s Head

Umfrage verschlüsselte Kommunikation

Ein Kommilitone von mir schreibt im Moment seine Bachelor-Arbeit die weitestgehend mit eMail-Verschlüsselung zu tun hat. Für seine Arbeit hat er eine kleine Umfrage geschaltet in der Hoffnung einen kleinen Eindruck vom Grundwissen und dem Interesse an dem Thema zu bekommen.

Ich habe soeben eine Umfrage erstellt die mir helfen soll Fragen zu
meiner Bachelor Arbeit zu beantworten.

Ich beschäftige mich im weitesten Sinne mit E-Mail Kommunikation und
Verschlüsselung.

Würde mich freuen wenn ihr euch kurz die Zeit nehmt (3-5 Minuten) und
die Fragen ausfüllt.

Expertengespräche: Einhörner

Mitte der 1990er Jahre führten Jürgen Kuttner und Stefan Schwarz während ihres Sprechfunks die sogenannten Expertengespräche. Es wurde ein Thema oder ein Grundproblem betrachtet und versucht zu lösen. Da ich mich mit meinem sehr geschätzten Kumpel und Kollegen David gelegentlich in ähnlicher Diskutierposition befinde kamen wir auf den Gedanken die Welt an unseren Erkenntnissen teilhaben zu lassen. Das erste Expertengespräch behandelt die Frage, ob unsichtbare rosa- oder grünfarbige Einhörner voneinander zu unterscheiden sind. Read More →

Uneindeutig

Aufgrund zuvieler gleich benannter Personen, die in meinem Kopf viel zu schwierig in Schubladen einzusortieren sind, versuche ich es jetzt mal mit eindeutigen Hashcodes zu arbeiten. Also liebe 1978f98f6d973da4277e7d9f84dd8abd, cad1607c1aae887b14ab612de33062b7, 3fee768979c7a71f8268d63f072103d0 und 1d06283f21c97ced18bada7751138dbf, ich hoffe das ist jetzt etwas einfacher für mein Hirn zu verarbeiten.

Die Hashes sind mit dem schon etwas angestaubten MD5 erstellt,ich hoffe, dass zukünftige Bekanntschaften nicht auf Namenskollisionen aus sind.