Neues Design

Man sieht es wohl. ganz wollte ich das alte nicht aufgeben, hab ich die Schlichtheit doch sehr lieb gewonnen, aber musste doch mal was neues her. Dafür gab es einige gute Gründe:

  1. hatte ich diese geile Spinnengrafik rumliegen. Genaugenommen hat die rein gar nichts mit Spinnen zu tun, sondern ist ein Unfall einer meiner Bildverarbeitungsprozeduren, der diese bizarre Ergebnis lieferte.
  2. Besagtes Ereignis ist 3 Monate her und solange grübel ich schon über dem Design, so das es mal Zeit wird.
  3. hab ich diese Woche soviel geschafft fertig zu machen, dass es nur Konsequent war.
  4. Konnte ich sofort Compass ausprobieren. Achtung technisch, mit Compass kann man bequem SASS-Stylesheets erstellen und on the fly CSS generieren.

Ich hoffe es ist soweit fehlerfrei und Feedback ist willkommen.

Selbstexperiment

Seit knapp 2 Monaten bin ich bei einem Selbstexperiment anderer Art. Eins das auch dieses Blog betrifft: ich twitter.

Ich hab die längste Zeit nicht verstanden wie das geht. Rein technisch betrachtet natürlich einfach: Du hast ein Feld mit 140 Zeichen und schreibst rein. Leute die dir folgen bekommen diese Nachricht zu sehen und wenn du andere leute folgst, dann bekommst du in Echtzeit die Nachrichten, die sie schreiben. In der Theorie einfach, allerdings ist hinter dem Phänomen mehr, besonders in hinsicht auf die Gesellschaftliche Selbstorganisation im System. Twitter ist eigentlich nur ein Dienst ohne Zweck. Der Zweck, der Sinn und die Art und Weise wie man es benutzen kann hat sich komplett in der Gemeinschaft entwickelt und entwickelt sich fortwährend weiter. Ich wollte gerne verstehen wie das läuft, weil ich den Eindruck bekam von draußen sieht man nichts.

Nach draußen hin siehst du nur einen Microblog, eine Liste eines Nutzers. Viele Einträge sind in sich abgeschlossen, die kann man verstehen, jedoch fehlt bei den meisten der Kontext und noch schlimmer, du siehst praktisch nur eine Hälfte einer angehenden Unterhaltung des Schreibers mit seinem Netzwerk. Erst in dem Moment wo man sich registriert, jemanden folgt und damit teil dieses Netzwerks wird began ich zu begreifen wie diese Kommunikation funktioniert. Man bekommt sofort mit wenn etwas geschrieben wird und kann drauf antworten. Je nach Leuten, die man verfolgt kann man mitverfolgen wie Nachrichten wandern. Auf einmal erschließt sich der Kontext und die kurzen Informationshäppchen machen sinn.

Ich hatte etwas erwartet, von fremden unwichtigen Nachrichten erschlagen zu werden. Defakto wirds man aber nicht, weil man selber Einfluss drauf hat, wen man folgt und wievielen. Dabei wählt man natürlich entweder Leute, bei denen man meint, dass sie etwas zu sagen haben, Menschen mit ähnlichen Weltanschauungen, oder auch gern mal ganz anderen. Dadurch das man diese selber wählt kann man auch regulieren mit wievielen Nachrichten man konfrontiert werden möchte. Mit dem richtigen Twitter-Programm ist einer Nachricht ein kurzes Einblenden in der Ecke des Bildschirms. 140 Zeichen sind schnell überflogen und innerhalb einer Sekunden entscheidet sich schon die Relevanz der Nachricht und im Zweifelsfall ist sie weg und man kann weitermachen wo auch immer man war. Ich empfinde es nicht als Störung.

Zum Sozialen aspekt. Dadurch, dass man selber leuten folgt, gleichzeitig Leute hat, die einen selbst folgen ergeben sich zwei Netzwerke. Anders als bei Social-Networks liegt der Fokus aber anders. Man folgt nicht jemandem, weil man ihn kennt (ok, vielleicht auch), sondern weil er relevant erscheint. Wenn man bloß Leute folgt, die man Persönlich kennt, dann wird das Netzwerk sehr homogen und entweder belanglos und langweilig oder sehr repetitiv. Spannder ist es quer Vernetzungen zu finden zu Leuten mit den gleichen oder auch anderen Hobbies, Einstellungen, was auch immer. Dies hilft sehr auf neue Ideen, neue Texte gebracht zu werden, über die man sonst vielleicht nicht stolpern würde. Letztendlich geht es um eine Verbreitung von Ideen und Informationen. Einerseits als Rezipient, andererseits als Sender.

Ich bin 2 Monate dabei und habe 40 Follower, ich lege es nicht darauf an viele Leute als Gefolgschaft zu haben, auch wenn es durchaus noch Ziele gibt, die ich hätte. Man liest von Leuten, die Twitter als antwortende Wolke betrachten können. Hat man eine Frage, fragt man sein Netzwerk und kriegt eine Antwort. Dies erfordert viele Follower, aus sehr vielen verschiedenen Kreisen. Da bin ich noch nicht angekommen und das mag vielleicht noch dauern. Bis dahin geht mein Selbstexperiment weiter. In Echtzeit zu verfolgen.

Diverse Projekte

Heute, Kategorie “Projekte, die in irgendeiner Form eine Notiz verdienen”

Ich hab vor nem Jahr an einigen DDS-Utilities für Java geschrieben. Nen Jahr lang wusste ich nicht was ich mit denen anfangen soll, veröffentlichen? Waren aber noch nicht fertig. Ich hab se jetz Open Source gestellt und den Code kann man bei Github einsetzen und runterladen. Mehr dazu hab ich im Development Blog bei CTDP geschrieben. Fertige Versionen, die auch Menschen benutzen können, die nicht wissen wie ein Compiler geht kommen vielleicht demnächst. Hängt wie immer von der Zeit und der Anzahl der langweiligen Meetings/Vorlesungen ab.

Mein Praktikum bei Tudor in Luxemburg ist sogut wie rum. 4 Monate konnte ich an dem Projekt meiner ehemaligen Bachelor-Arbeit weiterarbeiten und die neue Version ist dieser Tage erschienen. Ebenfalls gilt man schaue ins entsprechendes Devblog.

Bei CTDP gibts eigentlich auch einiges zu erzählen, aber das zu geeigneter Stunde.

Das Lese-Oktett #25

Gesellschaft

Google und der Zoodirektor: Eine längere locker geschriebene Ausführung über den Heidelberger Appell von mehreren Seiten beleuchtet.

Die Dummheitsvermutung: Der Adressat wird dumm gehalten, weil er für dumm gehalten wird. Ein Plädoyer dafür, dass man nicht alles verstehen muss und Politik nicht zu versimplifiziert gehört.

Der Kampf um die Worte: Vereinahmung von Worten durch die Politik

Direct-Action: Faken, Faken, Faken: Anleitung zum Schreiben eines eigenen Fakes, mit Beispielen.

Politik

Steinmeier-Witze

Die Meinungsfreiheit als Sondermüll: Es geht um die Neudefinitions des Begriffs der Menschenwürde durch das Familienministerium.

Das Grundeinkommen ein voller Erfolg: Über einen Pilotversuch in Namibia

Stanislaw Pietro und das Geheimnis des roten Knopfes

Sonstiges

Visual illusions

Video

Freaks mit Megafon auf unserem Rasen

Gefard: Kafkaesker Kakerlaken Kurzfilm

Analogien

Neulich im Supermarkt fiel mir eine Analogie ein.

Das Defragmentieren der Festplatte ist quasi wie die Geldumverteilung in einem Finanzsystem. Große Datenblöcke bekommen noch mehr speicher ihnen zugeordnet. Die die schon viel haben, die bekommen noch mehr.  Und wenn die Festplatte voll ist und der Speicher komplett verteilt, dann muss man die Regierung anpumpen, die neuen Speicher erzeugt und eine neue Platte nachschiebt.

Ich hab nicht nachgezählt wieviele Konstruktionsfehler in dieser Analogie sind. Sie entstand halt nur im Supermarkt.