Andersrum

Der Chaos Communication Congress in Berlin muss der einzige Ort auf der Welt sein, wo die Naturgesetze gehackt wurden. Anstelle von Schlangen vor dem Damenklo stehen die Herren Nerds vor den Ställen und warten, wären die Frauen stehts freie Bahn haben. Die Warteschlange teilt sich in 2 Lager. Die, die an die Pissoirs wollen und die für die Nasszellen. Letztere stehen länger. Leute die zu Ersteres wollen, aber für letzteres anstehen bemerken dies schnell. Die Stimmung ist non-kommunikativ. Jeder versucht irgendwo hin zu gucken, der große Spiegel an der Wand hilft bedingt. Die schlange für die Ställe braucht eine gefühlte kleine Ewigkeit. Zuviele Häufchenmacher und Paruresisgeschädigte. Eine durchaus attraktive Sanitätstech wechselt die Trockentücher aus. Sie verlässt das Männerklo und betritt das Damenklo mit den Worten “und nun zum leichten Teil”.

Und jetzt Bodo Wartke mit der Hymne auf die Klowarteschlange

Re: Was ist weiß?

Dies ist eine Antwort auf Mediocres Frage: Was ist weiß?

Um das zubeantworten muss man sich einige Dinge klar machen. Weiß ist per se keine Farbe, sondern man kann es in einen Farbanteil(Chrominanz) und einen Helligkeitsanteil(Luminanz) aufteilen. Mit diesen beiden Werten kannst du zunächst mal jede Farbe in einem bestimmten Farbraum beschreiben (Achtung, nicht jede Farbe). Weiß ist hierin der Punkt mit höchster Luminanz und gar keiner Chrominanz.
Dies Definiert allerdings nicht WELCHES weiß das ist. Die Luminanz ist in den Farbsystemen nicht definiert. Praktisch kann man sich das so denken: weiß auf einem dunklen Bildschirm ist bekanntlich trotzdem ein anderes weiß als auf einem Hellen.

Was für unsere weitere Betrachtung relevant ist, ist die Beleuchtungsstärke Lux (lässt sich für Fotografen auch in Lumen umrechnen). Die Beleuchtungsstärke beschreibt die Helligkeit des Lichtemitters. Das heißt für unser weiß ist relevant, wie hell die Lichtquelle ist.

Fotografien sind hierbei nicht zu gebrauchen zum finden von weiß in der Realität zu gebrauchen. In der Fotografie wird eine Fläche lichtempfindlichen Materials für einen kurzen Moment dem eindringenden Licht der Linse ausgesetzt. In der Digitalfotografie funktioniert das über CCD-Lichtsensoren. Alleine die Menge an Licht, die dabei aufgefangen wird bestimmt die Helligkeit des Bildes und damit auch die Menge an weiß. Wichtig ist dabei auch die Belichtungszeit, die angibt, wie lange Licht auf dem Träger gesammelt werden soll, ehe sich die Lucke wieder schließt. Schon aus den zwei Gründen, kann man bei Bildern nicht von einer Objektiven Darstellung der Realtität ausgehen.

Dazu kommt, dass technische Geräte größere Limitierungen haben als wir Menschen. Um, dass kurz zu erläutern gehe ich kurz in die Audiotechnik. Ein Mikrofon ist für eine bestimmte Anzahl an Frequenzen und Lautstärken ausgelegt. Wenn du versuchst in ein nicht dafür gemachtest Mikro zu schreien, dann wird das aufgenommene Resultat schrecklich klingen. Was eigentlich passiert ist, dass das aufgenommene Signal in den gegebenen Wertebereich gedrückt und an den Spitzen abgeschnitten wird. Um mal wahrlos Zahlen zu benutzen. Wenn du mit 25 schreist, aber dein Mikro nur 10 kann, dann wird auch der Wert nur 10 haben. In der Fotografie ist es das gleiche, so das bei zuviel Licht das Bild überbelichtet ist und du keine Werte mehr drauß nehmen kannst. Und letztlich, wenn du das geschossene Bild dann auf dem Rechner oder ausgedruckt auf Papier anguckst, dann gibts noch das Problem, dass auch jedes Ausgabe gerät einen eigenen Farbraum hat und damit nicht alle existierenden Farben darstellen kann.

Für den Menschen ist eine andere Betrachtung wichtig. Wir haben die Möglichkeit einen weitaus größeren Helligkeitsbereich wahrzunehmen als die gemeine Kamera. Unsere Iris kann jederzeit die Helligkeit so regulieren, dass wir perfekte Sicht haben und nichts überbelichtet ist. Was für unsere weiß-wahrnehmung noch eine Bedeutung hat ist unser enormes Kontrast vermögen. Je stärker ein Weiß im Kontrast zu einer anderen Farbe steht umso heller/dunkler werden beide Farben wahrgenommen.

Um Kameras mit besseren Lichteigenschaften zu bekommen, die näher an unser sehen herankommen wurde HDR entwickelt. High-Dynamic-Range beschreibt eine Aufnahmetechnik samt Bildformat, um Bilder mit höheren Kontrasten und besserer Farbdarstellung zu erreichen.

Nun bleibt die Frage “Was ist denn nun das Weißeste?” Und die richtige Antwort ist: Kommt drauf an. Es geht immer noch heller, wenn du nur die Lichtquelle heller machst, damit gibt es keine Obergrenze, höchstens eine der Toleranz, weil helle Lichtquellen in den Augen wehtun. Wie können wir aber dann etwas möglichst weißes herausfinden? Wenn es doch bloß eine Einheit gäbe um die Grad der diffusen Helligkeitsreflektion einer Oberfläche zu bestimmen. Man könnte sie Albedo nennen und damit feststellen, dass frischer Schnee mit dem größten Rückstrahlvermögen ist und damit die beste Chance bietet einem das weißeste Weiß zu geben. Darum tragen Skifahrer auch Sonnenbrillen im Winter, nicht ausschließlich weil sie cool sein wollen.

Man merkt, bei Farben ist vieles relativ und eigentlich isses ein wunder, dass wir uns drauf einigen können das Pflanzen grün sind.

Bilanz Bela B y Los Helmstedt vom 9.12.2009

Einige Gedanken und Momente vom Konzert von vor einer Stunde in der Columbia Halle zu Berlin.

  • Mein drittes Columbia-Hallen-Konzert und ich bin PERFEKT on time!
  • Publik war ok, ich hatte aber ne fast schon spießige Ecke erwischt: bei den ersten drei Liedern bewegte sich um mich herum gar nichts, bin dann 4 Reihen weiter, wo vor mir getanzt wurde und sich die hinter mir nur über mich geärgert haben. *gnihihi* Dann zu den Zugaben noch weiter nach vorne und dann endlich stand ich richtig.
  • Höre nicht auf Berliner Gören, BelaB live rockt ordentlich.
  • Vorband Sivert Høyem war ganz gut, bissel homogen für live, aber einige Stücke kann man sich nochma genauer angucken, mein Favorit: Arcadian Wife
  • Es gibt so Konzertmomente die sich einbrennen. Was bei Farin Urlaub 6000 Leute sind die “Stirb Fernseher, stirb!” Rufen sind bei Bela B 6000 Leute die “… fuck people like me fuck people like you fuck people like me …” im Chor singen.
  • Apropos, letztes Stück war besagtes “One night stand”, direkt davor “Altes Arschloch Liebe” inklusive absolut verkackter Refrain, bei dem Bela verzweifelnd in die Knie gegangen ist und ner Wall of Death. Episch 🙂
  • Aufm Nachhauseweg am Bahnhof ne Apfelschorle gekauft, nen halben Liter auf Ex getrunken und danach immer noch durst gehabt.
  • Human Boss wohohoho!

Uni soll niesen!

Bin ja inner Laune morgen in die Uni zu gehen und eins unserer Labore zu besetzen. Studieren das heißt Arbeiten ohne Feierabend. Feierabend ist, wenn die Arbeit getan ist. Das heißt 50-70 Stunden verbringt man an Uni-kram und das Wochenende ist kein Wochenende, sondern nur 2 Tage ohne Vorlesungen bereit gestellt zur Heimarbeit.

Leider ist mein Plan ein Labor zu besetzen zum Scheitern verurteilt. An meiner Hochschule passiert rein gar nichts bezüglich der Studienproteste die es Momentan gibt. Kein Unibrennt, nichtmal zornige Blicke. Ich würde also alleine dasitzen. Außerdem sind wir jetzt auf dem neuen Campus in einem frischsanierten alten Fabrikgebäude. Die Fahrstühle fangen nach 3 Monaten betrieb an zuversagen und es ist also nicht sichergestellt, dass ich bis ins Labor komme. In den Laboren ist überall neue Elektrotechnik und wenn man einen Stecker in die Steckdose steckt fliegt die Sicherung raus. Und die Räume haben eine etwas schlechte Belüftung mitunter, so dass man das Fenster aufhaben muss und es dann kalt reinkommt.

Also kurzgesagt, wenn ich denn ins Labor käme würde ich dort alleine frierend im dunkeln sitzen. Kein sehr erfolgversprechender Protest, außer für die Erkältung. Darum protestiere ich lieber dafür:

Für mehr Erkältung in öffentlichen Hochschulen!

PS: Hashtak: #Uniniest

Partygedanken

Meist sind Dinge über die man spät abends auf einer Party lacht am nächsten Morgen überhaupt nicht witzig. Es gibt Ausnahmen, wenn der Kontext klar ist.

  • In einem Raum voller Hunde- und Katzenliebhaber eine Vietnamesin “How do you like your dog?” fragen…
  • Einen Iren nach dem St-Patricks-Day  fragen, der antwortet “there are two groups of people, those who are drunk and those who are embarresed”…

Erstaunlich nebenbei die Erkenntnis, dass Anglistik-Master Studenten ebenfalls auf Parties irgendwann Studienplanung für die nächste Woche zu betreiben. Ich dachte Medieninformatiker wären schlimm. Der große Unterschied zwischen beiden Studiengängen ist jedoch, dass die Anglistiker in ihrem Studiengang jemanden mit der Beschreibung “der mit dem Laptop und dem Bart” eindeutig identifizieren können. Bei uns undenkbar…